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| aktualisiert am 04.04.2018

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)
  (03.08.2016)

MBB Clean Energy: So angelegtes Geld retten

3. August 2016. Noch immer befinden sich die Anleger der MBB Clean Energy AG (MBB, München) in einer Art Warteschleife. Das vorläufige Insolvenzverfahren wurde zwar bereits im Juli 2015 eröffnet, das reguläre lässt aber weiter auf sich warten. Forderungen können so noch nicht zur Insolvenztabelle angemeldet werden. Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS) rät daher Betroffenen die Prüfung zusätzlicher Anspruchsmöglichkeiten.

 

Um die Anleihe der MBB ranken sich viele Fragezeichen und Ungereimtheiten. Das tatsächliche Emissionsvolumen ist ein Rätsel. Klar ist nur, dass es weit unter dem angestrebten von 300 Millionen Euro liegt und dass die Zinszahlungen nie erfolgten. Vielmehr wurde 2014 die Globalurkunde für ungültig erklärt; Reparaturmaßnahmen sollten stattfinden. Stattdessen kam es im Juli 2015 zur Eröffnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens. Mehr als ein Jahr später sind die Anleger noch immer im Dunkeln darüber, ob sie jemals Forderungen auf diese Weise anmelden können.

 

Geschädigte sollten daher nicht mehr länger warten und fachlichen Beistand suchen, um ihr weiteres Vorgehen auszuloten. Das Landgericht München soll zwar die Möglichkeit zur Kündigung bestätigt haben, eine Beseitigung aller Verluste ist hierdurch jedoch noch nicht garantiert. Über eine Kündigung hinaus sollte daher die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen in Erwägung gezogen werden. Auch könnten neben MBB selbst weitere Anspruchsgegner in Betracht kommen, was es im Einzelfall zu prüfen gilt. Unter Umständen könnten so für Ansprüche beteiligte Vermittler oder Banken in Frage kommen. Wie manche Verbraucherplattformen im Internet schreiben, soll eine Bank sogar bereits zur Erstattung verurteilt worden sein.

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